Verkehrt herum

Während der Entstehung eines Reise-Blogs ist es ja sinnvoll immer den neuesten Eintrag als ersten Eintrag zu sehen. Ist jedoch die Reise zu Ende und möchte man sich die Einträge oft in der richtigen zeitlichen Abfolge ansehen. Zu diesem Zwecke klicke bitte hier auf  Blog Book – Hamburg und du erhälst ein PDF-Dokument, das die Blogeinträge in chronologischem Ablauf enthält.

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23.08.10 – 4 Tag – Teil 2 – Fazit!

War Hamburg eine Reise wert?

Wie überall gibt es Positives und Negatives. Und wie überall ist eine Bewertung sehr subjektiv.

Positiv war für uns, dass Hamburg eine sehr saubere Stadt ist (fast überall). Durch die vielen Wasserwege und Parkanlagen die sich oft fast Mitten in der Stadt befinden, hat es eine sehr hohen Freizeitwert. Die Parks sind sehr gepflegt und mit vielen Sitz- und Liegegelegenheiten ausgestattet. Und alle Erholungsgebiete sind in wenigen Minuten von jedem Punkt der Stadt aus über das gut ausgebaute Netz der Öffies erreichbar.

Negativ war für uns St.Pauli. Auf den einschlägigen Straßen Horden von stänkernden und betrunkenen (meist) Jugendlichen. Straßen und Öffies-Stationen werden von diesen Elementen arg in Mitleidenschaft gezogen und es macht wenig Spaß sich unter diesen Menschen zu bewegen.

Alles in allem waren es jedoch ein paar nette Tage und wir freuen uns schon auf unsere nächste Reise.

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23.08.10 – 4 Tag – Teil 1 – relaxte Heimreise!

Der gestern Abend beginnende Regen setzte sich auch heute Morgen fort. Grund genug ein wenig länger zu schlafen und etwas länger und ausgiebiger zu frühstücken. Anschließen packten wir unsere Siebensachen, beglichen die Hotelrechnung und verstauten Trolly und Rucksack im Gepäcksdepot des Hotels. Zuerst suchten wir ein Internetcafe mit der Möglichkeit etwas auszudrucken. Wir hatten wieder das Online-Eincheck-Service von Air Berlin in Anspruch genommen und suchten nun eine Gelegenheit die Bordkarten auszudrucken. Leider war dies im Hotel nicht möglich, aber im Hauptbahnhof fanden wir ein Callcenter in dem wir unsere Papiere ausdrucken konnten.

Danach setzte wieder heftiger Regen ein, sodass wir nur zwei Lokale weiter gingen und dort, beim McCafe, jeder einen guten Cappuccino genossen. Da uns nach dem Regenguß die rechte Freude am Sight-Seeing fehlte, schlenderten wir in eine Einkaufsstraße wo Edith ein paar Shops besuchte (und sich natürlich auch etwas kaufte) und Franz sich fadisierte. Aber die Einkaufssession dauerte dann doch nicht so lange und dann ging es zurück in das Hotel um das dort verstaute Gepäck zu holen und zum Flughafen zu fahren.

Die Fahrt dauerte nur eine halbe Stunde, das Einchecken keine 3 Minuten, der Securitycheck ebenfalls keine 3 Minuten und schon waren wir bei unserem Gate. Zur Stärkung genehmigten wir uns einen Burger (Edith davon 5%, Franz mußte sich für die restlichen 95% opfern) und mit kleiner Verspätung flogen wir dann ab um pünktlich (20.30) zu landen. Während des angenehm ruhigen Fluges (übrigens mit der gleichen Maschine wie beim Hinflug) gab es zum Essen wahlweise ein Doppelpack Snickers (Franz) oder einpacketiertes Knäckebrot mit Streichkäse (Edith).

Unser Gepäck kam als eines der Ersten über das Förderband und wir gingen gleich wieder in die ‚Jet-Lounge‘ um zu schauen ob und was es noch zu essen gibt. Mittlerweile war es bereits 20:50 und der freundliche Herr bei der Anmeldung sagte und das um 21:00 die Lounge zugesperrt wird. Kein Problem für uns. Schnell hinein, schnell zum Buffet, schnell Brot abgeschnitten, schnell eine Portion Wurst geholt, schnell ein Cola geöffnet, schnell eine Kokuskupel vor dem wegräumen gerettet und dann dies alles schnell gegessen. Um 21:02 sagten wir satt und freundlich ‚auf Wiedersehen‘. Die Schnellbahn stand auch schon bereit und knapp vor 22.00 waren wir wieder in unserer Wohnung.

Während wir noch schnell alles ausräumten und verstauten bedauerten wir uns gegenseitig wie arm wir doch in Anbedracht des morgigen Arbeitstages sind.

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22.08.10 – 3 Tag – Teil 2 – bummeln, jausnen, essen!

Nach absolvierter Erholungsphase ging es wieder auf Besichtigungstour. Diesmal konnten wir sogar die ganze St. Michaelis-Kriche besuchen. Wir besuchten diverse Marktplätze wie Gänsemarkt, neuer Pferdemarkt und Großneumarkt. Dann nochmals die Reeperbahn, Große Freiheit und den dazwischen liegenden Beatles-Platz.

Zwischendurch gab es eine kleine Jause mit Kaffee und Kuchen zu 1,50 € pro Person. Der Kaffee war eher Durchschnitt, aber der Kuchen (Sahnequark für Edith, Waldbeerenkuchen für Franz) dafür exzellent.

Der Heimweg führte uns durch die Parkanlage ‚Planten un Blomen’, mit sehr vielen Blumen, Wasserspielen, Liegewiesen und sehr großem Erholungspotential. Und wenn man Glück hat begegnet man einem Mann der mit

seinem Frettchen, dass ihm wie ein Hund folgt, spazieren geht.

Zurück im Hotel gibt’s eine kurze Rast und dann fertig machen zum Abendessen. Dieses haben wir nach echt hanseatischer Tradition im ‚Münchner Hofbräuhaus’ geplant, da es nur ein paar Meter neben unserem Hotel liegt. Ein netter Kellner berät und ausführlich und so wählt Edith ein Rumpsteak und Franz ein Kotelett. Überrascht wurden wir dann von der Größe der Portion, denn die war schon am oberen Limit. Das dazu noch alles ausgezeichnet schmeckte, ließ den Preis auch gerechtfertigt erscheinen.

Da es zwischendurch immer wieder geregnet hatte, beendeten wir damit unsere heutiges Programm und verzichteten auf die farbigen, mit Musik unterlegten Wasserspiele im ‚Planten un Blomen’-Park

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22.08.10 – 3 Tag – Teil 1 – spezielle Gerüche!

Schon um 6.00 krochen wir aus den Federn um den Fischmarkt zu besuchen. Leider findet der Fischmarkt nur am Sonntag statt und leider beginnt er schon um 5.00 und leider sperrt er um 10.00 schon wieder zu. Dies war der Grund warum wir schon so zeitig aufstanden. Noch dazu im Urlaub. Noch dazu an einem Sonntag.

Auf dem Anfahrtsweg kauften wir uns noch schnell einen Coffee-to-go um etwas munterer zu werden.

Unsere Ziel-S-Bahn-Station hieß St.Pauli bei der wir auch ausstiegen und ohne auf das Stationsschild zu schauen wussten wir, dass wir richtig sind. Die Station sah nämlich sehr mitgenommen aus. Herumliegendes Verpackungsmaterial, Flaschen, Menschen. Angekotzte Säulen, Mauerecken, Menschen. Zerbrochene Gläser, Flaschen, Menschen. Eben St. Pauli am Morgen danach.

Etwas angeekelt schlossen wir uns dem Besucherstrom an und gingen im Konvoi Richtung Fischmarkt. Durch den Fischmarkt verwandelte sich der Besucherstrom eher in eine breite, sich zäh fortbewegende Masse. Man wurde auf der rechten Seite hinauf und auf der linken Seite hinunter geschoben. Manche Standbesitzer boten eher leise ihre Ware an, andere machten dies schon sehr lautstark und ein paar lieferten sogar eine kleine, selbstdarstellerische Show ab. Fisch ist nicht die einzige Ware die hier angeboten wird. Früchte, Süßigkeiten, Teigwaren, Gewürze, Blumen, Pflanzen, Schmuck etc. kann man hier erwerben. Die Preise sind relativ günstig und besonders bei den Ständen mit den Verkaufsshows kann man deren Waren inkl. nettem Einkaufskorb um wenig Geld erwerben. Ganzer Korb voller Früchte bzw. Teigwaren bzw. Süßigkeiten um 10,–€, Fisch um 15,– bis 20,– €.

Am stärksten belagert waren natürlich die ‚Freßstandeln’. Bei ihnen gibt’s alles was man aus Fisch zum sofortigen Verzehr herstellen kann. Und diesem Angebot wurde auch reichlich zugesprochen. Dass dabei Bier als Durstlöscher nicht zu kurz kam, braucht wohl nicht extra erwähnt werden. Dadurch zieht sich auch ein wunderbarer Duft aus altem Frittierfett, Bierdunst und Erbrochenem durch die Allee der Marktstände.

In Mitte des Fischmarktes erhebt sich die Fischauktionshalle. Dieser Funktion kommt sie nun nicht mehr nach und dient heute als Veranstaltungshalle. Während des sonntägigen Fischmarktes gibt es Livemusik und Essen. Von der einfachen Fischsemmel, über Katerfrühstück hin bis zum gehobenen Buffet kann man hier alles verkosten. Die Band spielte bekannte englisch-sprachige Songs und machte damit gute Stimmung. Aber so richtig fanatisch wurde das Publikum erst als sie ‚Ein Stern der deinen Namen trägt’ zum Besten gaben. Da sprangen die Leute auf und schunkelten und grölten wie verrückt mit. Dies und die um uns am Fußboden herumliegenden Pappteller mit Mayo, Ketchup, unverdauten und bereits verdauten Speiseresten veranlassten uns, uns wieder in den Menschenstrom vor der Halle einzutauchen und uns zum Ausgang zu bewegen.

Unser Fazit: einmal gesehen ist genug und wer es versäumt, hat nicht viel versäumt.

Nun ging es zurück ins Hotel wo schon in netter, sauberer und geruchsneutraler Umgebung ein gepflegtes Frühstück auf uns wartete. Durch das eben erlebte waren wir so geschafft, dass wir uns zu einer kleinen Rast inkl. exzessiver Augenentspannung auf unser Zimmer zurückzogen.

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21.08.10 – 2 Tag – Teil 2 – kriminell!

Wie kriminell sind Großstädte? Wie kriminell ist Hamburg? Wie kriminell ist Wien?

 Diese und mehr Fragen haben wir uns die letzten Tage gestellt. Edith kann sich an keine kriminelle Aktion erinnern bei der sie je dabei gewesen ist. Franz kann nur eine Aktion aufweisen, bei der ein Drogendealer unmittelbar vor ihm von der Polizei auf den Schienen der U-Bahn gestellt wurde.

 Ja, nun sind wir zwei Tage in Hamburg und können schon mit zwei kriminellen Geschichten aufwarten.

 Gestern bei unsere mitternächtlichen Heimfahrt (siehe ‚kleiner Zwischenfall)’ herrschte auf dem Bahnsteig der U-Bahn enormes Gedränge. Darunter waren auch eine Gruppe betrunkener Jugendliche. Plötzlich begann eine Schlägerei sodass das Gedränge noch ärger wurde. Zum Glück kam in diesem Moment eine U-Bahn und alle wollten einsteigen. Allerdings war dieser Zug schon überfüllt, sodass nur einige der wartenden Menschen einsteigen und wegfahren konnten. Der Rest wartete auf die gleich darauf einfahrende U-Bahn. Zwischenzeitlich hatte der Lärm der raufenden Jugendlichen mal ab-, mal zugenommen. Als endlich die nächste U-Bahn in der Station hielt und noch dazu fast leer war, sprangen (fast) alle Leute in die Waggons. Nur eine paar Jugendliche standen und einer lag regungslos auf dem Bahnsteig herum. Endlich erschien auch die Polizei, nahm einige Jugendliche fest und transportierte den Verletzten ab. Wir saßen an die 20 Min. in der U-Bahn und konnten erst nach Beendigung des Polizeieinsatzes wieder weiter fahren.

 Heute, als wir uns in der Nähe des Rathauses befanden kam Feuerwehr und Polizei mit etlichen Wagen und in voller Lautstärke an uns vorüber. Einige Gassen weiter sahen wir die Einsatzkräfte in Aktion. Eine Drehleiter brachte drei Polizisten in den obersten Stock eines 7-stöckigen Hauses und aus einem Stockwerk tiefer des Nachbarhauses kamen ebenfalls einige Polizisten mit Hunden. Aus dem Korb der Drehleiter sprangen zwei Polizisten auf den Balkon einer Wohnung und kehrten zuerst mit einem und dann mit noch einem Mann zurück. Beiden Männern waren die Arme auf dem Rücken mit Handschellen fixiert worden. Was diese Männer angestellt haben, konnten wir leider nicht ermitteln, aber es war schon sonderbar so hautnah dabei zu sein.

 Und darum fragen wir uns: wie kriminell……?

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21.08.10 – 2 Tag – Teil 1 – schlendern und schippern!

Aufstehen um 8.00, dann ein ausgiebiges Frühstück und schon wieder sind wir auf Achse. Bei der Binnenalster wollen wir die nächste zweistündige Alsterfahrt buchen, doch die nächsten Fahrten sind alle ausgebucht. Nur die letzte Fahrt um 17:45 hat noch einige freie Plätze. Da das Wetter So. bzw. Mo. schlechter werden soll, buchen wir zwei Plätze bei der Abendtour.

 Nun geht’s wieder per Pedes weiter und wir besuchen unsere nächsten Ziele. Die Nikolai-Kirche, von der nach der Bombardierung nur mehr der Turm steht und auf den wir hinauf fahren und von dort den Überblick über Hamburg genießen. Dann ging es zu dem architektonisch interessanten Chilehaus, auf die Fleetinsel und dem Hamburger Wahrzeichen, den ‚Michel’, wie die St.Michaeliskirche genannt wird. Leider konnten wir nicht die ganze Kirche begehen, das heute in dieser Kirche ein ‚Heiratsmarathon’ (Originalzitat des dortigen Geistlichen) stattfand.

 Eine ausgiebige Rast mit Kaffee und Kuchen musste nun sein bevor wir zu der Binnenalster zurück kehrten und dort zur Alsterfahrt aufbrachen. Gemächlich ging es von der Binnanalster über die Außenalster auf den Fluss Alster. Eine Fahrt vorbei an schönen Villen, Parkanlagen, jeglichen Arten von Booten und das Alles mitten in einer Stadt. Kein Lärm, keine Hektik, nur Natur – genau das Richtige für uns.

 Auf dem Heimweg kauften wir uns zum Abendessen am Rathausplatz noch einen ‚1/2 m Fleischspieß von der Pute’ den wir mit Brot und Sauce und einem Rockkonzert lauschend, schnell verputzen um unser Gehör nicht allzu sehr zu schädigen.

 Als Betthupferl gab es noch einen Kuchen und dann ab ins Bett.

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